New PDF release: Das Gleichgewicht halten: Interaktionskontexte von Kindern

By Dieter Heitmann

ISBN-10: 3658000317

ISBN-13: 9783658000318

ISBN-10: 3658000325

ISBN-13: 9783658000325

​In dem Buch wird der Frage nachgegangen, welche Belastungen in Interaktionskontexten aus der Perspektive von Kindern depressiv erkrankter Eltern als Entwicklungsrisiken angenommen werden müssen, wie diese bewältigt werden und wie sich die Beziehungen zwischen Belastungen und Bewältigungshandeln darstellen. Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden Interviews mit Kindern im modify zwischen 6 und 12 Jahren und deren depressiv erkrankten Eltern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Belastungen im Rahmen der innerfamiliären sozialisatorischen Interaktion das subjektive Erleben der betroffenen Kinder dominieren. Die sozialisatorischen Belastungen stellen sich oftmals als psychischer pressure für die Kinder depressiv erkrankter Eltern dar und werden mit unterschiedlichen Bewältigungsanstrengungen beantwortet. In Abhängigkeit davon, ob die Belastungen als Schädigung, Bedrohung oder Herausforderung in primären Einschätzungsprozessen bewertet werden, variiert ihr vulnerabilitätsfördernder Einfluss, der zugleich von verfügbaren Ressourcen bestimmt wird. Das kindliche Bewältigungshandeln ist kontextabhängig risikovermindernd oder -steigernd.

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Dabei handelt es sich erstens um die Funktion der "Enkulturation", womit die Reproduktion grundlegender kultureller Fertigkeiten und Verständnisformen der Welt und der Person zum Ausdruck gebracht werden soll, beispielsweise in Form von Sprache, Schrift oder Wertorientierungen. Als Ressource in der Sozialisation verstanden, bietet diese Funktion den Heranwachsenden die Möglichkeit, persönliche Autonomie im Denken und Handeln auszubilden. Die zweite Funktion bezieht sich auf die "Qualifizierung", die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen, die zur Ausübung konkreter Tätigkeiten im Arbeitsprozess erforderlich sind.

These: Ein reflektiertes Selbstbild und die Entwicklung einer Ich-Identität sind die Voraussetzung für ein autonom handlungsfähiges Subjekt und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Lässt sich Identität nicht herstellen, kommt es zu Störungen der Entwicklung im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich (Hurrelmann 2006a, S. ). Persönlichkeitsentwicklung findet demnach in Strukturen sozialisationsrelevanter Organisationen und Systeme statt, zu denen die Familie, Verwandtschaft und Freunde als primäre, Kindergarten, Schule und Bildungseinrichtungen als sekundäre und Freizeitorganisationen, Medien und Gleichaltrige als tertiäre Sozialisationsinstanzen zu rechnen sind (Hurrelmann 2006a).

Damit fungiert Schule als Bildungsinstitution, die bestehende soziale Schichtungen reproduziert und darüber hinaus stabilisiert (Rolff 1997). 3 Gleichaltrigengruppen und Kindernetzwerke Neben den Einflüssen aus der Familie sowie dem Erziehungs- und Bildungssystem wird den Gleichaltrigengruppen eine zunehmende Bedeutung in Sozialisationsprozessen zugeschrieben (Ecarius et al. 2011b; Hurrelmann 2006a). Der Begriff "Peergroups", der im Zusammenhang mit den sozialen Beziehungen unter Heranwachsenden oftmals benutzt wird, bezeichnet Gruppen von etwa gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen, die sich zumeist im Umfeld von Bildungseinrichtungen konstituieren, jedoch ohne unmittelbares Hinzutun dieser Einrichtungen zustande kommen und sich mit zunehmendem Alter der Kinder und Jugendlichen dem direkten Einfluss der Erwachsenen mehr und mehr entziehen.

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Das Gleichgewicht halten: Interaktionskontexte von Kindern depressiv erkrankter Eltern by Dieter Heitmann


by Joseph
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